Ich habe 1.500 Familienfotos digitalisieren lassen und schwelge jetzt.
U. a. waren da auch ein paar Fotos, die mein Vater im November 1967 bei einer Forbildung in Berlin gemacht hat. Die Mauer war da gerade mal 5 Jahre alt. Ich schätze, dass es meinen Vater sehr berührt hat, das zu sehen. Er wurde in Leipzig geboren, ist allerdings in Niedersachsen aufgewachsen, da meine Oma mit ihm gleich nach dem Krieg die „Ostzone“ verlassen musste. Aber es gab (und gibt) eine große Familie im Osten, die man seit Beginn der 60er Jahre eben nicht mehr so einfach besuchen konnte – und die schon mal gar nicht in den Westen reisen konnten.
Peer arbeitet mit alten Fotos, die er findet – oder sie ihn – so gut wie nie kommen sie aus seinem privaten, familiären Kontext. Was ihn genau anspringt, konnte er mir gar nicht richtig erklären. Oft ist es eine bestimmte Farbigkeit – die in seinen Bildern dann gar keine Rolle mehr spielt.
Bei der Ausstellung „PS: Ich liebe Dich. Sportwagen-Design der 1950er bis 1970er Jahre“ im Kunstpalast dachte ich: Super, da kann man schön die Formen abfilmen, die Lichreflexionen. Was ich nicht bedacht hatte war, dass in den schön auf Hochglanz polierten Autos sich nicht nur das Licht, sondern auch die Frau mit der Handykamera spiegelt. Und ausgerechnet diese Ausstellung, die mich inhaltlich relativ wenig interessierte, hat sich nachhaltig in meinem Kopf festgesetzt, so sehr, dass ich hier darüber schreibe.
