Kunst
Ich hatte ja schonmal an andere Stelle geschrieben, dass ich Karina Syndicus für alles, was sie ist und tut bewundere. Sie ist Schauspielerin, Diplomclownin, Aktivistin, Künstlerin sowohl bildend, als auch performend. Ihr letzter Coup war, dass sie ihre Arbeiten, die sich (noch) in ihrem Besitz befanden, im September bei einer stillen Auktion angeboten hatte. Das, was nicht ersteigert würde, würde zerstört werden. Unter anderem war da ein Bild, in das ich mich schon schockverliebt hatte, als ich es zum ersten Mal in einer Galerie gesehen hatte, dann hing es nochmal in einer anderen Ausstellung und als ich es in der stillen Auktion sah, war klar, dass ich es haben musste.
Ich hätte pokern können, aber ich habe das geboten, von dem ich dachte, dass es tatsächlich wert sein könnte und was ich mir leisten konnte.
Und jetzt ist es hier.


Und dieses Jahr stand mal wieder ein runder Geburtstag an. Nach monatelangem Rumgeeiere und nicht entscheiden könne, was ich machen will − große Tanzparty, Küchenparty, wegfahren, Picknick, … − ergab sich letztendlich alles fast wie von selbst. Ich habe die Party eines Freundes zum Reinfeiern benutzt (natürlich in Absprache mit dem Gastgeber) und am Geburtstag ein nettes Kaffeekränzchen in kleiner Runde in einem Kneipenrestaurant im Veedel veranstaltet. Ich hatte noch Crémant mit zur Party gebracht und um Mitternacht gaben die FreundInnen alles: Partyhütchen, Wunderkerzen, Gesang und Geschenke. Die Brille bekam ich wieder von C. Wie vor 10 Jahren schon die 50-Brille. Das ist ein Wanderpokal und der/die nächste, dem/der ich zum 60. Geburtstag über den Weg laufe, bekommt sie. Es war zwar noch nicht hell, als ich nach Hause ging, aber beinahe. Das war alles sehr schön. Noch einige Tage danach trudelten Post und Anrufe ein. Schön, wenn sich das über mehrere Tage hinzieht.