Ich habe mich sehr gefreut, den Instagram-Account Strassenauszucker_Koeln zum zweiten Mal zu bespielen. Im Mai 2022 hatte ich dort die Blücherstraße in Nippes porträtiert und diesen Juli schlenderte ich durch die Wilhelmstraße, ebenfalls in Nippes.
Die Wilhelmstraße wurde 1873 angelegt und nach Kaiser Wilhelm I. benannt. Amüsant ist, dass im Adressbuch von 1953 steht, sie sei nach Wilhelm Eich, einem Bürgermeister von Nippes benannt, was mir seltsam vorkommt, dass da der Vorname verwendet sein soll. Wobei die Wilhelmstraße die Eichstraße kreuzt und die ist tatsächlich nach ihm benannt.
Die Wilhelmstraße durchquert Nippes von der Niehler Straße im Osten bis zur Merheimer Straße im Westen, sie ist ca. 700 m lang, ist eine gemischte Wohn- und Geschäftsstraße und kreuzt 7 Straßen.
Und dieses Jahr stand mal wieder ein runder Geburtstag an. Nach monatelangem Rumgeeiere und nicht entscheiden könne, was ich machen will − große Tanzparty, Küchenparty, wegfahren, Picknick, … − ergab sich letztendlich alles fast wie von selbst. Ich habe die Party eines Freundes zum Reinfeiern benutzt (natürlich in Absprache mit dem Gastgeber) und am Geburtstag ein nettes Kaffeekränzchen in kleiner Runde in einem Kneipenrestaurant im Veedel veranstaltet. Ich hatte noch Crémant mit zur Party gebracht und um Mitternacht gaben die FreundInnen alles: Partyhütchen, Wunderkerzen, Gesang und Geschenke. Die Brille bekam ich wieder von C. Wie vor 10 Jahren schon die 50-Brille. Das ist ein Wanderpokal und der/die nächste, dem/der ich zum 60. Geburtstag über den Weg laufe, bekommt sie. Es war zwar noch nicht hell, als ich nach Hause ging, aber beinahe. Das war alles sehr schön. Noch einige Tage danach trudelten Post und Anrufe ein. Schön, wenn sich das über mehrere Tage hinzieht.

Erst mal ein Frauenthema: Ich war jahrzehntelang im Team kalte Füße. Ein rarer Vorteil der Wechseljahre ist, ich hatte plötzlich keine kalten Füße mehr. Hurra. Jetzt bin ich mit dem Mist so einigermaßen durch oder noch in der Postmenopause – man weiß es ja immer nie so genau – und plötzlich habe ich wieder kalte Füße! Orrr. Also im Winter mit Socken ins Bett. Und dann stellt sich heraus, dass ich gar nicht genug Bettsocken habe und ich fing an, mir nach ewigen Zeiten mal wieder Socken zu stricken. Das ist der Fortschritt nach einigen Wochen. Vielleicht klappt’s dann mit denen im kommenden Winter.