Zuckerstraßen Köln: Straßenportrait der Wilhelmstraße in Nippes

Ich habe mich sehr gefreut, den Instagram-Account Strassenauszucker_Koeln zum zweiten Mal zu bespielen. Im Mai 2022 hatte ich dort die Blücherstraße in Nippes porträtiert und diesen Juli schlenderte ich durch die Wilhelmstraße, ebenfalls in Nippes.

Die Wilhelmstraße wurde 1873 angelegt und nach Kaiser Wilhelm I. benannt. Amüsant ist, dass im Adressbuch von 1953 steht, sie sei nach Wilhelm Eich, einem Bürgermeister von Nippes benannt, was mir seltsam vorkommt, dass da der Vorname verwendet sein soll. Wobei die Wilhelmstraße die Eichstraße kreuzt und die ist tatsächlich nach ihm benannt.

Die Wilhelmstraße durchquert Nippes von der Niehler Straße im Osten bis zur Merheimer Straße im Westen, sie ist ca. 700 m lang, ist eine gemischte Wohn- und Geschäftsstraße und kreuzt 7 Straßen.

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Archistories in der Kunsthalle Karlsruhe

SchiDD, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Seid ihr auch schon mal durch eine Gemäldegalerie gegangen und habt auf immer das gleiche Detail geachtet? Hände, Füße, Kleidung, Schmuck oder Architektur? In der Kunsthalle Karlsruhe läuft noch bis zum 12. April 2026 die Ausstellung “Archistories. Architektur in der Kunst”.

Die Ausstellung setzt sich aus Werken der eigenen Sammlung in Kombination mit zeitgenössischen Arbeiten zusammen. Rund 100 Werke von 70 Künstler*innen aus fünf Jahrhunderten sind zu sehen. (Weil sich die zeitgenössischen Künstler*innen alle in der Unsichtbarkeitsmaschine aka VG Bild Kunst verstecken, kann ich die natürlich leider nicht zeigen)

Kunsthalle Karlsruhe Giovanni Battista Piranesi - römische Bogenarchitektur mit zwei Löwenreliefs im Vordergrund, 1761Es gibt mehrere Sektionen, die sich mit einer bestimmten Architektur oder einem bestimmten Thema befassen. Je nach Richtung, in der man durch die Ausstellung läuft, beginnt oder endet es mit Gebäuden, die wir im Alltag eher selten wahrnehmen, nämlich Kerkern und Gefängnissen. Eine Zeichnungen von Giovanni Battista Piranesi, die er als Teil einer Serie 1750 als 30-jähriger publizierte, zeigt eine albtraumhafte, surreal und escher’esk erscheinende Darstellung von einem brutalen Kerker. Demgegenüber steht eine Arbeit von Nicola Daubanes, die direkt von Piranesis Zeichnungen inspiriert zu sein scheint und in einer interessanten Technik hergestellt ist. Eine magnetische Platte wird in Teilen zeichnerisch entmagnetisiert und mit Eisenpulver gestreut, was dann nur an bestimmten Stellen haften bleibt. Das Eisenpulver wurde zum Teil aus Gefängnistüren hergestellt.

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Landtag NRW: Demokratische Architektur

Neulich hatte ich die Gelegenheit, den Landtag NRW in Düsseldorf zu besuchen. Ich hatte mich vorab ein bisschen eingelesen, weil mich vornehmlich die Architektur interessierte. Ich war dann sehr angetan von der Website des Landtags, die sehr gut und auf Augenhöhe  informiert.

Insbesondere wird hier ausführlich die Geschichte des Baus erläutert, der 1988 fertiggestellt wurde. Hier ist alles rund, der runde Plenarsaal war der Wunsch der Abgeordneten und der Architekt Fritz Eller hat auf dieser Idee weiter geplant, was sich am besten in der Draufsicht erschließt.

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