Ragnar Kjartansson: Sunday Without Love
Die Ausstellung in der Kunsthalle Recklinghausen musste ich sehen. Ich habe Ragnar Kjartansson vor 3 Jahren zufällig im Louisiana Museum entdeckt, wo er eine große Einzelausstellung hatte und die hatte mich total geflasht. Er ist ein Multitalent, kommt ursprünglich von der Musik, die in seinen aufwändigen Videos auch immer eine Hauptrolle spielt, er macht Installationen, Performances und er malt.
Ich hasse es normalerweise, mir in Ausstellungen Videos anzugucken. Bei Kjartanssons Arbeiten ist das anders. Liegt vielleicht auch an den riesigen Leinwänden. Aber die Arbeiten haben was hypnotisches, fesselndes, obwohl selten viel passiert.
Und dieses Jahr stand mal wieder ein runder Geburtstag an. Nach monatelangem Rumgeeiere und nicht entscheiden könne, was ich machen will − große Tanzparty, Küchenparty, wegfahren, Picknick, … − ergab sich letztendlich alles fast wie von selbst. Ich habe die Party eines Freundes zum Reinfeiern benutzt (natürlich in Absprache mit dem Gastgeber) und am Geburtstag ein nettes Kaffeekränzchen in kleiner Runde in einem Kneipenrestaurant im Veedel veranstaltet. Ich hatte noch Crémant mit zur Party gebracht und um Mitternacht gaben die FreundInnen alles: Partyhütchen, Wunderkerzen, Gesang und Geschenke. Die Brille bekam ich wieder von C. Wie vor 10 Jahren schon die 50-Brille. Das ist ein Wanderpokal und der/die nächste, dem/der ich zum 60. Geburtstag über den Weg laufe, bekommt sie. Es war zwar noch nicht hell, als ich nach Hause ging, aber beinahe. Das war alles sehr schön. Noch einige Tage danach trudelten Post und Anrufe ein. Schön, wenn sich das über mehrere Tage hinzieht.